Heilmittel - Praxis für Podologie

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Heilmittelverordnung

Wenn der Arzt bei einem Patienten mit Diabetes ein so genanntes "diabetisches Fußsyndrom" feststellt, kann er die Fußpflege als podologische Komplexbehandlung verordnen.

Dieses geschieht auf dem Formular, das viele schon von der Krankengymnastik oder Massage her kennen.

Wenn Sie so ein Formular bekommen, sollten Sie sich so schnell wie möglich mit dem Podologen in Verbindung setzen und einen Termin vereinbaren, da die Verordnung ein "Verfallsdatum" hat.

Zu beachten ist, dass der Arzt im Fall der Erstverordnung nicht mehr als 3 Behandlungen aufschreiben darf. Die Folgeverordnungen dürfen auch bis zu 6 Behandlungen beinhalten. Der Abstand zwischen den einzelnen Behandlungen beträgt 4 - 6 Wochen. Die Verordnung ist nicht Quartalsgebunden.

Wer die Verordnung erhält ist verpflichtet einen Teil als "Verordnungsgebühr" selber zu übernehmen.

Hier der entsprechende Text aus dem Sozialgesetzbuch:

Gesetz zu
Zuzahlungen zu Heilmitteln
gültig ab 1.1.2004

SGB V § 32

Heilmittel

Abs. 2) Versicherte, die das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben, haben zu den Kosten der Heilmittel eine Zuzahlung als Zuzahlung den sich nach § 61 Satz 3 ergebenden Betrag an die abgebende Stelle zu leisten. Dies gilt auch, wenn Massagen, Bäder und Krankengymnastik als Bestandteil der ärztlichen Behandlung (§ 27 Satz 2 Nr. 1) oder bei ambulanter Behandlung in Krankenhäusern, Rehabilitations- oder anderen Einrichtungen abgegeben werden. Die Zuzahlung für die in Satz 2 genannten Heilmittel, die als Bestandteil der ärztlichen Behandlung abgegeben werden, errechnet sich nach den Preisen, die für die Krankenkasse des Versicherten nach § 125 für den Bereich des Vertragsarztsitzes vereinbart sind. Bestehen insoweit unterschiedliche Preisvereinbarungen, hat die Krankenkasse einen durchschnittlichen Preis zu errechnen. Die Krankenkasse teilt die anzuwendenden Preise den Kassenärztlichen Vereinigungen mit, die die Vertragsärzte darüber unterrichten.
§ 61 Satz 3: Bei Heilmitteln und häuslicher Krankenpflege beträgt die Zuzahlung 10 vom Hundert der Kosten sowie 10 Euro je Verordnung.

Oder einfacher gesagt:

je Verordnung 10.- € Rezeptgebühr und 10 % der Summe, die der Podologe für die Behandlung bekommt.

Dies kann verschieden hoch sein. So muss z.B. die Anzahl der Behandlungen berücksichtigt werden, ob ein Hausbesuch mit verordnet wurde und bei welcher Krankenkasse der Einzelne versichert ist.

Der Podologe verrechnet den Betrag dann bei der Abrechnung mit der Kasse. Er zieht den vom Patienten erhaltenen Anteil von der Gesamtsumme ab und erhält selber nur noch die Differenz.

Die Zuzahlungen, mit denen der Einzelne belastet wird sollen 2 % des Einkommens nicht überschreiten. Bei chronisch Kranken (zu denen Diabetiker zählen) ist die Grenze auf 1 % festgelegt. Eine hilfreiche Internetseite, die auch einen Zuzahlungsrechner enthält finden Sie hier: Zuzahlung



 
 
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