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Man muss sich kümmern - Podogedanken / Blog - Praxis für Podologie in Bamberg

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Podologie -
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Man muss sich kümmern

Praxis für Podologie in Bamberg
Herausgegeben von in Podo-Arbeit ·
Aus dem Alltag,
oder wenn man mitdenkt

Das Jahr geht zu Ende. Aber die Arbeit ist damit nicht am Ende. 😊
Am 04.01.19 ist geplant ein Altenheim zu besuchen.
Wer seine Pappenheimer kennt arbeitet vor. Also am 14.12. mit einer Liste schon mal im Heim angekündigt, wer eine neue HMV benötigt.
4 Personen, alle auf derselben Etage. Gleich mitgeteilt, dass ich am 20.12. vorbeikomme um die noch im alten Jahr abzuholen. Warum?
Dann kann ich gleich nach Fehlern beim Ausstellen suchen und mir werden diese noch in diesem Jahr geändert. Weil: am 04.01. sind die Ärzte ja noch im Urlaub und Rezepte vom Vorquartal -jahr werden nicht geändert.

Wie ist es gelaufen?
Ich komme an. Erhalte 3 HMV. 2 angeforderte, 1, wo ich die Patientin nicht kenne.
Von den 3 sind 2 fehlerhaft ausgestellt. Ich würde kein Geld für die Arbeit bekommen. Insgesamt 12 Behandlungen mit Hausbesuch. Also vom Heim aus angerufen und die fehlenden 2 angemahnt. Mit den Worten: „Ich bin in 10 Minuten da und hol die ab.“
Gesagt, getan. Bei Arzt 1 vorgesprochen. Es fehlt die Diagnose, der Schlüssel ist auch falsch. Böse Blicke geerntet. Um die Spannung zu senken biete ich an, dass ich erst noch zur anderen Praxis gehe (1 Aufgang weiter) das da kläre und wiederkomme. Dann hat Praxis 1 Zeit die HMV zu ändern. OK 😊
In Praxis 2 stellt sich raus, dass die unbekannte Patientin gar keine entsprechende Diagnose hat und daher kein Anrecht auf eine Behandlung über Verordnung. Namen notiert, muss ich im Heim angeben.
Die anderen Verordnungen waren trotz Anruf noch nicht ausgedruckt. Warten, dann hab ich sie endlich. UND? Wieder fehlt was. ☹ Also nochmal. Erklärt was drauf MUSS. Ärztin kommt dazu. Der auch erklärt. Dann endlich hab ich meine 2 HMV.
Zurück in Praxis 1. Da ist auch noch nichts passiert. Wieder dem Arzt erklärt. Der erläutert mir seine Software vom PC.  Nach dem Gespräch verspricht er mir, dass schnell zu ändern.
Nach 15 min kommt er dann wieder.
Insgesamt hat mich das 2 Stunden Zeit gekostet. Wenn ich das nicht auf mich genommen hätte, wären folgende Dinge gewesen:

1. Ich hätte einfach gearbeitet und die Krankenkasse hätte mir die Behandlungen nicht erstattet.
2. Ich hätte mir das vom Patienten privat zahlen lassen. Jedoch sind die Taschengeldempfänger im Heim nicht in der Lage das zu zahlen.
3. Ich hätte einfach nichts getan. Nicht gekümmert, nicht behandelt. Dann hätten die Patienten Probleme bekommen können.

Verlierer gibt es in dem System immer.


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