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Allerlei - Praxis für Podologie in Bamberg

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Eine kleine Geschichte aus dem schweren Leben eines Fußes

Feetje

Feetje ist der rechte Fuß von Tante Amalie, einer lieben netten alten Dame. Feetje hat fünf arme leicht verbogene Zehen, die ein Leben lang in engen, hochhackigen und manches Mal recht unbequemen Schuhen steckten.
Tante Amalies Fuß Feetje kann jede Menge Geschichten aus seinem Leben erzählen. Vom Krieg, wo es nur schon von anderen getragenen Füßen Schuhe gab, die oft zu klein oder zu groß waren. Da waren jede Menge kleiner Lebewesen vorhanden, die sich Bakterien nannten, oder kleine andere Lebewesen, die sich Pilze nannten und Sporen absonderten.


Feetje wurde im Leben nicht sonderlich gepflegt, er musste immer nur funktionieren, den Körper tragen und laufen, laufen und nochmal laufen. Wie oft Feetje Schmerzen hatte, kann er gar nicht mehr zählen. Irgendwann war es Feetje zu bunt und er bildete Hornhaut, die dicker und dicker wurde. Da wo es besonders drückte, bildete Feetje ein Hühnerauge oder eine Blase – als Hoffnung darauf, daß Tante Amalie es endlich spürte, wie sehr sie Feetje vernachlässigte.


Eines Tages hatte Feetje soviel Hornhaut gebildet und vier Hühneraugen dazu. Er hatte so schlimme Schmerzen, als Tante Amalie endlich auf ihn aufmerksam wurde. Da waren schon Jahrzehnte vergangen. Feetje hatte dicke Nägelchen bekommen, von einem Nagelpilz. Er wußte nicht mal mehr, wo ihn der Pilz heimgesucht hatte, auf einmal war er da und machte seine Nägel dicker und dicker.

Feetje war so traurig und wollte gar nicht mehr richtig funktionieren. Das ließ Tante Amalie humpeln und sie bekam auch noch Rückenschmerzen. Dann wurde es endlich der Tante Amalie selbst zu bunt und Feetje hörte am Rande, wie sie mit einer Fußpflegerin telefonierte, um einen Termin zu vereinbaren.

Am nächsten Morgen steckte Feetje vorsichtig eine Zehe unter der Bettdecke hervor und schaute, ob es nicht zu kalt war. Tante Amalie hob die Beine aus dem Bett und flugs stellte sich Feetje fest auf den Boden. Feetje und sein Kumpel Footje, dem es nicht besser ergangen war als Feetje, schleppte Tante Amalie ins Badezimmer unter die Dusche.


Als Tante Amalie endlich fertig war, klingelte es an der Tür. Da stand eine Fußpflegerin und hatte einen riesig großen Koffer dabei. Sie baute alles auf, nahm eine Fußbadewanne und holte angenehmes warmes Wasser, welches sie noch mit einem wohl riechendem Badesalz veredelte. Dann wurden Feetje und Footje in das Wasser gestellt und die Fußpflegerin sprach mit Tante Amalie. Sie wollte wissen, was die beiden Füße alles erlebt hatten, fragte nach Erkrankungen und in welche Schuhe und Socken Feetje und Footje gesteckt wurden. Ob sie schwitzten oder immer kalt waren, wo sie am meisten Schmerzen hatten und ob sie auch mal ohne Schuhe laufen durften.


Dann fing die Fußpflegerin an zu feilen und zu raspeln, zu schneiden und zu fräsen, zu polieren und zu massieren. Mit einem Mal fühlte sich Feetje wieder viel besser und jünger. Tante Amalie stellte sich auf ihre Füße und lief ein paar Schritte. Die olle Hornhaut war weg, die Nägel glänzten und hatte eine schöne anatomische Form. Die Hühneraugen waren entfernt worden und Feetje war entspannt und schmerzlos wie schon seit Jahren nicht mehr. Er roch gut und seine Nägelchen konnten endlich wieder atmen, weil die darüber wuchernde Nagelhaut entfernt war. Dann empfahl die Fußpflegerin noch einen Hautarzt, der dem Nagelpilz mit Medikamenten zu Leibe rücken konnte.


Von nun an kam die Fußpflegerin regelmäßig um Feetje und Footje professionell zu pflegen. Tante Amalie hatte ihren Rat befolgt, ließ Feetje und Footje oft barfuß laufen und es gab bequeme nicht drückende Schuhe und wunderbare Baumwollsocken.

Innerhalb von einem Jahr hatte sich Feetje wie auch sein Kumpel Footje so toll erholt, daß Tante Amalie im Sommer oft mit hübschen offenen Sandalen raus gehen konnte. Das erste Mal im langen Leben von Feetje, ging es ihm so gut, daß er am liebsten nur noch hüpfen mochte. Seitdem Tante Amalie gut zu Feetje und Footje ist, kann sie sogar einen langen Spaziergang absolvieren und all das ohne Schmerzen.



                                                 © by Mobile Fußpflege Mettmann


Vielen Dank an die Fußpflege Mettmann für die Erlaubnis diese kleine Geschichte hier zu veröffentlichen.

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